Pastitsada! So schmeckt Korfu!
Heute gibt’s eines meiner Lieblingsessen: die Pastitsada!
Ich hätte selbst auch gerne DAS eine Originalrezept, aber auf Korfu hat wohl jeder sein eigenes. Wichtig bei der Pastitsada sind die Gewürze! „Spezerika“ sagen wir auf Korfu, ähnlich wie das italienische „spezie“. Nelken, Zimt, Muskatnuss, Lorbeer, Pfeffer, süße Paprika und Piment verleihen dem Tomatensugo seine ganz besondere und sofort wiedererkennbare Note. So weiß man sofort: Das ist nicht einfach nur eine Tomatensauce – das ist Pastitsada!
Ab und zu koche ich sie auch ganz gerne selbst, doch am besten schmeckt sie immer noch auf Korfu.

Das ist sie also, die Pastistada: Hier mit Hahnschenkeln und Penne
Was brauchen wir also?
Fleisch: 1 kg Gulaschfleisch vom Rind (wird besonders zart – das Fleisch sollte mindestens 2 Stunden schmoren) oder Hahnschenkel. Diese sind eventuell schwierig zu bekommen; alternativ könnt ihr auch Hähnchenschenkel verwenden, allerdings ist das weniger typisch.
Pasta: Keine Spaghetti – die sieht man zwar auch häufig, typischerweise nimmt man jedoch Bucatini oder, wie hier, Penne.
Gewürze: Nelken, Zimt, Piment, süße Paprika, Lorbeer
Tomatenmark
300 g Tomatensugo oder 3 große Tomaten
200 ml Rotwein
2–3 Tomaten
2 Knoblauchzehen
Olivenöl, Salz, Pfeffer
Griechischer Kefalotyri: Falls ihr diesen nicht findet, könnt ihr alternativ Pecorino oder Manchego verwenden.
Was machen wir?
Das Fleisch in einer Pfanne scharf anbraten und anschließend die Zwiebel dazugeben.
Sobald das Fleisch schön braun ist, das Tomatenmark hinzufügen und einige Minuten mit anrösten. Anschließend mit dem Rotwein ablöschen.
Nun die kleingehackten Tomaten oder den Tomatensugo sowie die Gewürzmischung dazugeben. Etwas Wasser hinzufügen, sodass das Fleisch bedeckt ist.
Bei schwacher Hitze etwa 2–2,5 Stunden köcheln lassen. So kann die Sauce langsam eindicken und das Fleisch schön zart werden.
Zum Schluss die Nudeln kochen, mit Käse bestreuen und servieren.

Was gibts dazu?
Am liebsten mit einem trockenen Rotwein! Ich mag besonders den Agiorgitiko, eine in Griechenland sehr bekannte rote Rebsorte, die im Anbaugebiet Nemea wächst, etwa 1,5 Stunden von Athen entfernt. Agiorgitiko ist sehr rund und geschmeidig und passt wunderbar zu Zimt und Nelken!
Auf einer griechischen Tafel darf natürlich auch der Feta nicht fehlen – und das berühmte Weißbrot! Wie man auf dem Foto sehen kann, essen wir in Griechenland auch gerne kleinere Meze dazu: gefüllte Weinblätter, eine Art Wildkräutersalat oder – das mag ich besonders gern! – gegrillte Paprika.



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